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Diabetes mellitus

Diabetes mellitus (auch Zuckerkrankheit genannt) ist ein Überbegriff für verschiedene Stoffwechselstörungen, die alle zu einer Überzuckerung des Blutes führen. Er zählt zu den häufigsten Erkrankungen in Wohlstandsländern. Heute ist es möglich, gut mit Diabetes zu leben. Ziele einer Behandlung sind die Erhaltung einer hohen Lebensqualität und die Vermeidung von Folgeschäden. 

Wenn der Blutzuckerspiegel entgleist

Zur Aufrechterhaltung der vielfältigen Körperfunktionen (Hirntätigkeit, Atmung, Herzschlag, Bewegung usw.) müssen wir unserem Körper Energie zuführen. Aufgrund der guten Verfügbarkeit in unserer Nahrung ist Glukose der bevorzugte Energielieferant des Körpers. Glukose liegt entweder in reiner Form vor und wird rasch vom Darm in das Blut aufgenommen oder wird durch chemische Spaltung von Mehrfachzuckern im Verdauungssystem oder Umwandlung anderer Einfachzucker in den Zellen erzeugt.

Die Zellen nehmen Glukose aus dem Blutkreislauf nur in Anwesenheit des Botenstoffes Insulin auf. Insulin ist ein Hormon, das in der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) gebildet wird und den Blutzuckerspiegel reguliert: bei einem hohen Blutzuckerspiegel (nach einer zuckerhaltigen Mahlzeit) wird mehr Insulin und bei einem niedrigen Blutzuckerspiegel (im nüchternen Zustand) weniger Insulin hergestellt und in den Blutkreislauf abgegeben.

Diabetes mellitus beruht je nach Typ entweder auf einem Insulinmangel oder auf einer Insulinunempfindlichkeit. Glukose kann nicht oder nur vermindert aus dem Blut in die Körperzellen aufgenommen und verwertet werden. In der Folge leiden Diabetiker an einem chronisch erhöhten Blutzuckerspiegel (Hyperglykämie) und der Körper muss als Energiequelle sein Fettgewebe aufzehren. Mögliche Folgeerkrankungen der hohen Zuckerkonzentration des Bluts sind außerdem Schäden an den Blutgefäßen des Herzens, der Augen, Nieren und Beine sowie akute Stoffwechselentgleisungen, z. B. ein diabetisches Koma (Coma diabeticum).

Diabetes ist nicht gleich Diabetes

Im Wesentlichen gibt es zwei Formen der Zuckerkrankheit: Den Diabetes Typ-I und den Diabetes Typ-II.

Typ-I-Diabetiker leiden an einem Insulinmangel: Die Bauchspeicheldrüse produziert kein Insulin mehr. Diese Form des Diabetes wird auch als Autoimmundiabetes bezeichnet, denn das Immunsystem zerstört die körpereigenen, insulinbildenden Zellen in der Bauchspeicheldrüse. Die Ursachen für diese Immunreaktion sind noch nicht genau bekannt. Diese Form des Diabetes tritt meistens bis zum 30. Lebensjahr, oft auch schon im Kindes- und Jugendalter, auf. Das fehlende, körpereigene Insulin muss ein Leben lang von außen, z. B. über Spritzen, zugeführt werden.

Der Typ-II-Diabetiker bildet zwar Insulin, das Hormon kann jedoch keine ausreichende Wirkung entfalten. Etwa 90 Prozent aller Diabetiker leiden an diesem Diabetestyp, der meist nach dem 40. Lebensjahr auftritt. Die Anlage zum Typ-II-Diabetes, früher auch "Altersdiabetes" genannt, wird zwar vererbt, doch nicht jeder, der diese Erbanlage besitzt, bekommt zwangsläufig Diabetes. Langjähriges Übergewicht und Bewegungsmangel sind die wichtigsten Auslöser und gehen dem Diabetes Typ-II häufig voraus.

Die Symptome des Diabetes

Da besonders zu Beginn der Erkrankung kaum Beschwerden auftreten, wird Diabetes oft erst nach Jahren erkannt und behandelt. Erste Anzeichen, die ernst genommen werden müssen, sind vermehrter Durst, vermehrtes Wasserlassen, Müdigkeit, schlecht heilende Wunden und nicht erklärbarer Gewichtsverlust.

Diabetes - und nun?

Nach der Diagnose eines Diabetes ist eine ärztliche Betreuung, z. B. durch einen Diabetologen, zwingend erforderlich. In speziellen Diabetikerschulungen erfahren Betroffene Wissenswertes über die Erkrankung, die Therapiemöglichkeiten und das Leben mit Diabetes. Auch Krankenkassen haben teilweise besondere Angebote für Diabetiker. Ratsuchende können sich zusätzlich an die Deutsche Diabetes Gesellschaft e. V. (http://www.deutsche-diabetes-gesellschaft.de) oder den Deutschen Diabetiker Bund e. V. (http://www.diabetikerbund.de) wenden.

Die Behandlung eines Typ-I-Diabetes besteht im Ersatz des fehlenden Insulins. Die erforderliche Dosis richtet sich nach dem aktuellen Blutzucker, der Menge an zugeführten Kohlenhydraten und der geplanten körperlichen Aktivität.

Beim Typ-II-Diabetiker stehen eine ausgewogene Ernährung, regelmäßige Bewegung, ein gesundes Körpergewicht sowie der Verzicht auf Alkohol und Nikotin im Vordergrund. Wer als Diabetiker seinen Lebensstil ändert, hat eine echte Chance, seine Blutzuckerwerte zu normalisieren und die Einnahme von Medikamenten zu vermeiden.

Lange Zeit ging man davon aus, dass Diabetiker besondere Lebensmittel benötigen. Auf Grundlage aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse werden heute jedoch keine speziellen diätetischen Lebensmittel mehr für Personen mit Diabetes mellitus empfohlen. Für normalgewichtige Diabetiker gelten somit im Prinzip die gleichen Empfehlungen für eine gesunde Ernährung wie sie allen Menschen angeraten wird.

Tipps für Ihren Speiseplan

Zuckerkrank sein und genussvoll essen ist kein Widerspruch. Heute wird Diabetikern eine ausgewogene Ernährung empfohlen, die prinzipiell für die Allgemeinbevölkerung gilt.

Bei der Auswahl von Lebensmitteln ist besonders auf die Kohlenhydrate zu achten: Es gibt verschiedene Arten von Kohlenhydraten, die vom Körper unterschiedlich schnell aufgenommen werden und deshalb in ungleichem Maße die Blutzuckerwerte erhöhen.

Diabetiker sollten bei stärkehaltigen und ballaststoffreichen Lebensmitteln zugreifen, da diese den Blutzuckerspiegel nur langsam anheben. Hierzu zählen Vollkornprodukte, Gemüse, viele Obstsorten, Hülsenfrüchte und Kartoffeln.

Weniger empfehlenswert sind Ein- und Zweifachzucker (z. B. Traubenzucker, Fruchtzucker, Haushaltszucker), die in Süßigkeiten, Speiseeis und zuckerreichen Getränken vorkommen. Ein- und Zweifachzucker lassen den Blutzuckerspiegel besonders schnell ansteigen. Verzehren Sie beispielsweise Bananen, Trauben und Ananas aufgrund ihres hohen Fruchtzuckeranteils nur in kleinen Mengen.

Es ist sinnvoll, Ein- und Zweifachzucker in den Mahlzeiten zu „verpacken“, das heißt z. B. die Konfitüre auf ein Vollkornbrot zu streichen oder den Pudding unmittelbar nach der Hauptmahlzeit zu essen, damit der Blutzuckerspiegel nicht so rasch ansteigt.

Um den Blutzuckerspiegel nicht unnötig zu belasten, essen Sie am besten mehrere kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt. Das kann dazu beitragen, dass starke Schwankungen bezüglich des Blutzuckerspiegels vermindert und größere Hungergefühle zwischen den Mahlzeiten verhindert werden. 

Ist Zucker verboten?

Bei Diabetes ist es nicht zwingend erforderlich, ganz auf Haushaltszucker zu verzichten. Kleine Mengen Zucker zum Süßen oder in Kuchenrezepten sind durchaus erlaubt, da sie den Stoffwechsel nicht belasten. Diese Kohlenhydrate müssen allerdings bei der Tagesberechnung mitberücksichtigt werden und können nicht zusätzlich verzehrt werden.

Süßstoffe wie Saccharin, Aspartam und Cyclamat sind kalorienfrei. Sie werden mittlerweile in vielen Produkten zur energiebewussten Ernährung angeboten und haben keinen Einfluss auf den Blutzuckerspiegel. Diabetiker können diese Produkte verwenden, ein notwendiger Bestandteil der Diabeteskost sind sie aber nicht.

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