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LIEFERKETTE

Rohstoffe im Fokus

Wir haben Rohstoffe identifiziert, bei denen Nachhaltigkeit nicht immer per se vollständig gewährleistet ist oder die für unsere Stakeholder eine besondere Relevanz haben.

Die bei unserem Verbraucherservice eingehenden Anfragen, zeigen uns deutlich das zunehmende Interesse der Verbraucher an einem nachhaltigeren Konsum. Besondere Relevanz haben hierbei Rohstoffe tierischen Ursprungs und Rohstoffe, die typischerweise aus ökologisch sensiblen Regionen oder aus Regionen stammen, in denen die Einhaltung von fairen Arbeitsbedingungen unsicher oder intransparent ist.

Für bestimmte Rohstoffe haben wir besonders hohe Nachhaltigkeitsanforderungen festgelegt.

Entsprechend haben wir bei bestimmten Rohstoffen im Dr. Oetker Food Standard zusätzlich zu den Anforderungen aus dem Lieferantenhandbuch und dem Verhaltenskodex für Lieferanten, Anforderungen zur Verbesserung der Sozial- und Umweltverträglichkeit definiert.

Kakao

 Dr. Oetker setzt unterschiedliche Sorten Kakao sowie Schokolade ein. Diese Rohwaren bezieht das Unternehmen in der Regel bereits verarbeitet und somit nicht direkt aus den Anbauländern. Um sicherzustellen, dass internationale Arbeitsstandards eingehalten werden, wird in Deutschland seit 2018 für alle hergestellten oder bezogenen Produkte ausschließlich nachhaltig angebauter und entsprechend UTZ-zertifizierter Kakao eingekauft. Weltweit soll die Umstellung bis Ende 2020 erfolgen. Damit soll vor allem das Problem der Zwangs- und Kinderarbeit ausgeschlossen und die Zahlung fairer Löhne sichergestellt werden.

Palmöl

Aufgrund seiner Eigenschaften ist Palmöl ein sehr beliebter Rohstoff: Es ist geschmacksneutral, hitzestabil, lange haltbar und muss zum Beispiel nicht chemisch gehärtet werden, um die gewünschte Konsistenz zu bekommen. Daher ist die Nachfrage nach Palmöl weltweit in den letzten Jahren stark gestiegen. Dies hat in der Vergangenheit dazu geführt, dass vor allem in den tropischen Hauptanbaugebieten, wie Malaysia oder Indonesien, die Anbauflächen durch die illegale Brandrodung von Regenwäldern vergrößert wurden – verbunden mit negativen Auswirkungen auf die Umwelt, die Artenvielfalt und die ansässige Bevölkerung.


Über die RSPO-Zertifizierung hinaus haben wir uns verstärkt mit möglichen Alternativen für die Verwendung von Palmöl beschäftigt. So haben wir bei einer Vielzahl unserer Produkte Palmöl gegen andere Pflanzenöle ausgetauscht, beispielsweise bei Vitalis Knusper Müslis, Pizza Ristorante und Pizza Tradizionale. Bei anderen Produkten und Rohwaren ist ein Austausch allerdings aus qualitativen Gründen oder aufgrund mangelnder Verfügbarkeiten seitens der Lieferanten nicht so einfach machbar. Eine vollständige Umstellung auf andere Öle scheint aus ökologischer Sicht auch keine sinnvolle Alternative zu sein; die Problematik würde durch die erforderliche Ausweitung von Anbauflächen für andere Öl-Arten womöglich eher verschärft. Hinzu kommt, dass es für viele der in Frage kommenden Öl-Arten, wie Kokosöl oder Sheafett, noch keine dem RSPO vergleichbaren Standards gibt. Dadurch lassen sich mögliche ökologische, aber auch soziale Folgen in den Anbauländern aktuell kaum abschätzen. Aus diesen Gründen versuchen wir weiterhin, den Verbrauch von Palmöl so gering wie möglich zu halten, erachten den vollständigen Verzicht aktuell jedoch weder für umsetzbar noch für sinnvoll.

Fleisch- und Wurstwaren sowie Eier und Eiprodukte

 Im Dr. Oetker Food Standard sind mit Blick auf Tier- und Artenschutz verschiedene Anforderungen definiert: Hühnerfleisch, Eier und Eierzeugnisse beziehen wir bereits seit 2008 ausschließlich aus Bodenhaltung. Zudem verweisen wir unsere Lieferanten, die Fleisch oder Fleischerzeugnisse liefern, noch einmal ausdrücklich auf das seit 2006 EU-weit geltende Verbot, Antibiotika als Masthilfsmittel oder Mastbeschleuniger zu verwenden.

Wir arbeiten zudem an einem zukunftsfähigen Konzept, das die Transparenz innerhalb der Lieferketten verbessern und deren Komplexität reduzieren soll. Gleichzeitig zielt das Konzept auf eine weitere Verbesserung des Tierwohls bei der Erzeugung der von Dr. Oetker eingesetzten Rohwaren. Dazu gehört, dass es sich bei dem an den deutschen Produktionsstandorten verarbeiteten Schweinefleisch fast vollständig um von der Qualität und Sicherheit GmbH (QS) zertifiziertes Qualitätsfleisch handelt. Durch das QS-System wird das Fleisch über alle Stufen der Erzeugung und Verarbeitung hinweg auf Lebensmittelsicherheit und die Einhaltung von Tierhaltungsnormen, die zum Teil auch über gesetzliche Anforderungen hinausgehen, geprüft.

Speziell zum Bezug von Hühnerfleisch hat sich Dr. Oetker das Ziel gesetzt, bis 2025 für seine in Europa verkauften Produkte ausschließlich Fleisch zu beziehen, das mindestens den Kriterien der Europäischen Masthuhn Initiative entspricht. Diese Kriterien gehen über die gesetzlichen Anforderungen hinaus. Beispielsweise ist danach eine maximale Besatzdichte von 30 Kilogramm pro Quadratmeter erlaubt, im Gegensatz zu 42 Kilogramm pro Quadratmeter nach europäischem Gesetz.

Thunfisch

 Mit dem Dr. Oetker Food Standard formuliert das Unternehmen klare Vorgaben für die Lieferanten von Thunfisch, den wir für unsere Pizzen verwenden. Wir beschränken uns auf Fangmethoden, die den sogenannten Beifang minimieren. Hierzu zählen zum Beispiel der Verzicht auf spezielle Fanggerätschaften (sogenannte fish aggregation devices, FADs) sowie delfinfreundliche Fangmethoden. Dies trägt maßgeblich zum Schutz der Gesundheit von Delfinen bei, die ohne entsprechende Maßnahmen oftmals beim Fang verletzt werden. Dr. Oetker fordert daher von seinen Lieferanten entsprechende Zertifikate (dolphin-free und FAD-free).

Um eine nachhaltige Fischwirtschaft zu fördern, arbeitet Dr. Oetker mit dem Marine Stewardship Council (MSC) zusammen und setzt bei einzelnen Produkten entsprechend zertifizierten Thunfisch ein. Der MSC verwaltet das weltweit bekannteste ökologische Zertifizierungs- und Kennzeichnungsprogramm für nachhaltige Fischerei. Mittlerweise hat der MSC seine Kriterien um soziale Aspekte erweitert. Jede MSC-zertifizierte Fischerei muss nun zusätzlich zu den ökologischen Standards angeben, welche Regularien und Mechanismen sie zum Ausschluss von Zwangs- und Kinderarbeit anwendet. Durch das Angebot und den Kauf von Produkten, die das blaue MSC-Siegel tragen, unterstützen Unternehmen und Verbraucher somit verantwortungsbewusst arbeitende Fischereien rund um den Globus.

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