Lebensmittel richtig lagern

Licht, Sauerstoff, Wärme und Feuchtigkeit greifen Lebensmittel an und lassen sie verderben. Wenn Sie Ihre Lebensmittel richtig lagern, bleiben sie länger lecker, frisch und nährstoffreich.

Kühlschrank oder Vorratskammer?
Achten Sie auf die Lagerhinweise auf der Verpackung. Dort steht, ob die Produkte in die Tiefkühltruhe bzw. den Kühlschrank gehören. Für die meisten Lebensmittel gilt: kühl, trocken und dunkel lagern.


Ohne Kühlung lagern
Trockenvorräte haben Mindesthaltbarkeitsfristen von 6 Monaten (Grieß, Haferflocken) bis zu 2 Jahren (Hülsenfrüchte). Achten Sie also auch bei Zucker, Salz, Mehl und Reis auf das Mindesthaltbarkeitsdatum. Vorsicht ist bei Vollkorn und Vollkornprodukten geboten: Diese können wegen ihres höheren Fettanteils ranzig werden und rasch verderben.

Auch Konserven und Gläser müssen nicht gekühlt werden. Eine Lagertemperatur unter 20°C ist ideal. Verwenden Sie Konserven mit gewölbtem Deckel auf keinen Fall mehr, da sie verdorben sind und möglicherweise das lebensgefährliche Gift des Bakteriums Clostridium botulinum enthalten!

Stellen Sie neue Vorräte immer nach hinten ins Regal und verbrauchen systematisch erst die ältere Ware. Füllen Sie den Inhalt angebrochener Packungen in dicht schließende Behälter aus Glas, Metall oder Kunststoff um, damit Vorratsschädlinge keine Chance haben.

Gebäck lagern


Mit Kühlung lagern
Lebensmittel, die gekühlt werden müssen, sollten Sie möglichst frisch und möglichst schnell in den Kühlschrank legen.

Die Aufbewahrung in geeigneten Verpackungen schützt die Lebensmittel vor Austrocknen, Geruchsübertragung, gegenseitiger Übertragung von Keimen und erhöht somit deren Haltbarkeit.

Wer zu viel gekocht hat, kann abgekühlte Speisereste bis zum nächsten Tag gut zugedeckt in einem sauberen Behälter im Kühlschrank aufbewahren. Füllen Sie auch den Inhalt von Konserven in ein Gefäß um, bevor sie ihn in den Kühlschrank stellen. Der Inhalt ist dann noch etwa 1 bis 2 Tage haltbar.

Lagerung im Kühlschrank


Obst und Gemüse lagern
Einige Obst- und Gemüsearten "vertragen" sich nicht, daher sollten Sie diese getrennt lagern.

Der Grund: Obst und Gemüse scheiden mit zunehmender Reife das Gas Ethylen aus, das sowohl ihre eigene Verderbnis beschleunigt als auch die der danebenliegenden Früchte. So werden zum Beispiel Möhren schneller bitter, Blumenkohl vertrocknet, Kräuter welken und Gurken vergilben, wenn sie neben Tomaten aufbewahrt werden. Kohlsorten werden gelb und Kiwis weich, wenn sie zusammen mit Äpfeln im Obstkorb liegen. Ähnliches gilt für Bananen: Wer lange etwas von seinem frischen Obst haben will, sollte Bananen getrennt aufbewahren.

Lagern Sie also Früchte, die viel Reifegas ausscheiden, nicht neben Früchten, die besonders empfindlich darauf reagieren.

Nachreifende Früchte
Gemüse - Einkauf und Lagerung


Obst und Gemüse können Reifegas (Ethylen) ausscheiden:

Obst Gemüse
scheidet (viel) Reifegas aus

Apfel
Aprikose
Banane
Birne
Melone
Nektarine
Passionsfrucht
Pfirsich
Pflaume

Avocado
Tomaten
reagiert empfindlich
auf Reifegas

Apfel
Aprikose
Honigmelone
Kiwi
Mango

Blumenkohl
Brokkoli
Paprika
Pilz
Porree
Rosenkohl
Spinat
Tomate

 Obst und Gemüse