Hygiene in der Küche

Eine saubere Küche und der hygienische Umgang mit Lebensmitteln sind wichtig, um einen Lebensmittelverderb zu vermeiden, die Ausbreitung von Keimen zu verhindern und sich vor Krankheiten zu schützen.


Keime in Lebensmitteln
Ob Fisch, Fleisch oder Eier – nahezu jedes rohe Lebensmittel ist mehr oder weniger mit Keimen behaftet. Man kann diese nicht sehen, riechen oder schmecken. Sie können sich aber innerhalb von wenigen Stunden unbemerkt vermehren, wenn Lebensmittel falsch gelagert, unhygienisch zubereitet oder warm gehalten werden. Sind Lebensmittel erst mal in größerem Umfang mit Keimen befallen, können sie Durchfall, Erbrechen und Fieber auslösen

Persönliche Hygiene
Durch gründliches Händewaschen mit Seife und warmem Wasser vor dem Kochen und zwischen den einzelnen Arbeitsschritten beugen Sie einer Übertragung von Keimen auf Lebensmittel vor.

  • Wunden können mit Keimen infiziert sein, die zu den Lebensmittelvergiftern zählen. Decken Sie daher Verletzungen mit einem wasserdichten Pflaster oder einem Gummihandschuh ab.
  • Wenden Sie sich beim Niesen oder Husten von Lebensmitteln ab.
  • Benutzen Sie zum Naseputzen ein Papiertaschentuch und werfen Sie dieses anschließend weg. Danach wieder gründlich die Hände waschen!

Hygiene im Kühlschrank
Wer nicht auf die Hygiene im Kühlschrank achtet, kann hier Krankheitskeime regelrecht züchten: Der angeschimmelte Frischkäse, die vergessene Salami oder die auftauende Hähnchenbrust bieten hervorragende Brutstätten.

Zwar gedeihen die meisten Krankheitserreger hier nicht so schnell wie bei normaler Zimmertemperatur, aber sie überleben. Sobald es dann wärmer wird, vermehren sie sich explosionsartig. Daher gilt:

  • Lebensmittelvorräte regelmäßig kontrollieren und verdorbene Lebensmittel sofort entfernen.
  • Lebensmittel nicht offen im Kühlschrank lagern, sondern in geeigneten Dosen oder zugedeckt mit Folien oder Hauben. Das verhindert eine Ausbreitung der Keime.
  • Kühlschrank regelmäßig reinigen.
  • Lebensmittel, die gekühlt werden müssen, in speziellen Kühlbehältnissen transportieren und diese so schnell wie möglich vom Supermarkt nach Hause bringen.

Fleisch auftauen
Lassen Sie Fleisch und Geflügel immer im Kühlschrank auftauen. Entfernen Sie dazu die Verpackung, legen Sie das Fleisch in ein Gefäß und decken sie dieses ab. Schütten Sie die Auftauflüssigkeit weg, denn sie kann Keime enthalten. Spülen Sie das Gefäß mit heißem Wasser nach.


Lebensmittel zubereiten
Bereiten Sie Fleisch, Geflügel und Fisch getrennt von anderen Lebensmitteln auf einem gut abwaschbaren Kunststoffbrett zu. Schneidemesser, Brettchen und andere Küchenhelfer, die mit den rohen Fleischerzeugnissen in Berührung gekommen sind, müssen sofort sehr heiß abgewaschen werden. Verwenden Sie sie auf keinen Fall weiter für andere Lebensmittel, um eine Übertragung von Keimen zu verhindern.

Braten Sie Geflügel, Hackfleisch, Fisch und Eierspeisen immer ganz durch, da sie besonders häufig mit Krankheitserregern besiedelt sind. Salmonellen werden zum Beispiel erst durch Erhitzen auf 70°C - 80°C über 10 Minuten zuverlässig abgetötet.
Halten Sie Speisen nicht länger als 30 Minuten warm. Besser ist es, Speisen schnell abkühlen zu lassen, kühl zu stellen und anschließend wieder auf mindestens 70°C zu erwärmen.


Arbeitsplatz und Arbeitsmaterial
Reinigen Sie Maschinen, Arbeitsfläche und Messer sofort nach Benutzung mit heißem Wasser und Reinigungsmittel. Lebensmittelreste trocknen sonst an und bilden Keimherde.

Ersetzen Sie zerkratzte Holzbrettchen regelmäßig. In den Ritzen können sich Bakterien verstecken. Stark zerkratzte Kunststoffbretter sind ebenfalls unhygienisch und sollten ausgetauscht werden.
Beseitigen Sie Abfälle sofort und bringen Sie täglich Ihren Küchenabfall in die Mülltonne.


Lappen und Tücher
Mit dem Spüllappen wischen wir schnell verschütteten Saft auf, säubern die Arbeitsfläche oder spülen die Töpfe. Anschließend wandert er an einen beliebten Platz - zusammengedrückt neben den Wasserhahn.

So hat der Lappen allerdings keine Chance zu trocknen. Bakterien wachsen aber dort am schnellsten, wo es feucht und warm ist. Schmutzige, oft benutzte Wisch- und Geschirrtücher sind wahre Keimschleudern.

  • Hängen Sie daher Handtücher und Spüllappen so auf, dass sie gut trocknen können, damit sie den Keimen keinen Lebensraum bieten und diese sich nicht vermehren können.
  • Wringen Sie Spülschwamm und Wischlappen so lange unter heißem Wasser aus, bis nur noch klares Wasser herausläuft.
  • Wechseln Sie die Geschirr- und Handtücher, Spülllappen und Schwämme – je nach Häufigkeit des Gebrauchs - alle ein bis zwei Tage und waschen Sie diese bei mindestens 65° C.
  • Legen Sie die Spülbürste am besten jeden Tag mit in den Geschirrspüler.
  • Verwenden Sie zum Abtrocknen von Händen und Geschirr verschiedene Handtücher.